PV auf alle Dächer: Energiewende selber machen!

Beim Dachausbau unseres Hauses Autenriethstraße 15 haben wir bereits 2018 eine Photovoltaikanlage auf das neue Dach montiert. Im Sommer 2020 haben wir das Dach der Hechingerstraße 23 und vergangenes Wochenende das Dach der 40 ebenfalls für die Solarstromproduktion aufgerüstet. In zwei Wochen setzen wir dann noch die vierte PV-Anlage auf das Dach der 46 – und  hoffen, dass um uns rum noch viele weitere Dächer genutzt werden, um die Energiewende dezentral voran zu bringen!

Eine fünftes Haus für das 4-Häuser-Projekt!

Seit dem Kauf unserer vier Häuser vor 10 Jahren gucken wir auf die Brachfläche gegenüber unserer Hechingerstraße 40. Heute haben wir erfahren, dass der Vergabeausschuß der Stadt im Konzeptvergabeverfahren unsere Bewerbung ausgewählt hat. Das heißt: Wir bauen ein fünftes Haus!!!!
An der Ecke Hechingerstraße/Ebertstraße werden wir einen Neubau mit kleineren Wohnungen und Café im Erdgeschoss umsetzen, ökologisch, zu bezahlbaren Mieten und dauerhaft dem Immobilienmarkt entzogen! Wir freuen uns riesig und gratulieren auch der Wohnprojektgruppe Phase 3, die am Hechinger Eck Nord ebenfalls den Zuschlag für einen Neubau unter dem Dach des Mietshäuser Syndikats erhalten hat!
Pressemitteilung der Stadt: https://www.tuebingen.de/1620.html#/32290

Für den Bau nehmen wir gerne wieder Direktkredite an!

Bei Interesse einfach beim Büro melden: buero@vier-haeuser-projekt.de

Weitere Infos zum Neubau fünftes Haus hier:
https://vier-haeuser-projekt.de/neubau-fuenftes-haus/

Offener Brief: Hotels und Mietwohnungen für Bedürftige öffnen

Offener Brief an die Stadt Tübingen, Tübinger Hotelbetreiber*innen und alle Menschen, die in irgendeiner Form leerstehenden Wohnraum besitzen

„Stay at home!“ Ein wichtiger Aufruf, welcher jedoch nicht für alle Menschen umsetzbar und auch mit unterschiedlichen Gefahren verbunden ist.

 

In Zeiten der Corona-Pandemie wird von Seiten der Regierungen dazu aufgefordert, dass alle Menschen zu Hause bleiben sollen. Dieser Appell ist vor dem Hintergrund der akuten und für manche Menschen lebensbedrohlichen Virus-Infektion nachvollziehbar und notwendig, um einen Anstieg der Infektionen einzudämmen und damit Leben zu schützen.

In unserer Gesellschaft sind Privilegien jedoch höchst unterschiedlich verteilt. Unter anderem muss dabei an unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Informationen, zu sicherem Wohnraum und zu sozialer und emotionaler Unterstützung genauso gedacht werden wie an das unterschiedlich verteilte Privileg finanzieller Unabhängigkeit bzw. Abhängigkeit. Darüber hinaus hat nicht jeder Mensch überhaupt die Möglichkeit, etwas „ein Zuhause“ nennen zu können. Deshalb kann die Aufforderung „Stay at home“ oder „Bleiben Sie Zuhause“ unmöglich für sich alleine stehen bleiben. Sie reflektiert die bestehenden ungerechten und menschenverachtenden gesellschaftlichen Umstände nicht.

Umstände, in denen obdachlose Menschen nicht „zu Hause“ bleiben können, um andere zu schützen und im Umkehrschluss auch von anderen beschützt zu werden, da sie keinen sicheren Wohn- und Rückzugsraum haben.

Umstände, in denen Frauen* und Kinder patriarchaler Gewalt ausgesetzt sind. Diese wird nun durch die Isolation im (scheinbar) privaten Raum noch einmal verstärkt und noch unsichtbarer, als es bereits eh schon der Fall war.

Umstände die es billigen, dass flüchtende Menschen in Sammelunterkünften eingesperrt sind, in denen es gar nicht möglich ist, den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten, um sich selbst und andere zu schützen.

Anhand dieser Beispiele soll deutlich werden, wie prekär die Situation für manche Menschen innerhalb unserer Gesellschaft ist und wie drastisch diese durch die aktuelle Pandemie nochmals verstärkt wird. Wir sind uns bewusst, dass nicht nur die oben genannten Personengruppen, sondern viele weitere Personen, die nicht den gleichen Zugang zu den bereits angesprochenen Privilegien haben, von dieser Pandemie in besonderer Art betroffen sind. Diese Umstände sind für die betroffenen Personen real und unerträglich.

Viel wird diese Tage über Solidarität gesprochen. Für unser Verständnis von Solidarität gehört dazu, diese Umstände zu reflektieren, sie als menschenverachtend und ausgrenzend anzuerkennen und Lösungen zu erdenken, die den betroffenen Personen unmittelbar helfen.

Wir fordern deshalb die Stadt Tübingen und die Betreiber*innen von Hotels, airbnb-Wohnungen oder anderen Unterkünften mit freien Betten dazu auf, ihre nun leerstehenden Räume für Menschen zur Verfügung zu stellen, die innerhalb dieser Zeiten unseres besonderen Schutzes bedürfen.

In anderen Städten Europas ist dies bereits geschehen!

Wir fordern darüber hinaus die Einrichtung einer Kontaktstelle seitens der Stadt Tübingen, die betroffene und schutzsuchende Personen an die jeweiligen Unterkünfte vermittelt und ihren Schutz u.a. durch entsprechende professionelle Unterstützung sicherstellt.

Lasst uns Solidarität ernst nehmen und nicht zu einer unbedeutenden Phrase werden!

Unterzeichner*innen:

about:utopia

Wohnraumbündnis Tübingen

Interventionistische Linke [IL*] Tübingen

Epplehaus

Frauen*gruppe Zumutung

Ernst-Bloch-Universität Tübingen (Hochschulgruppe)

Ende Gelände Tübingen

Initiative Neustart Tübingen

Fridays for Future Tübingen

Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region

adis e.V. – Antidiskriminierung · Empowerment · Praxisentwicklung

Tübinger Arbeitslosentreff (TAT e.V.)

Awareness-Team

Kupolis e.V.

Bündnis Bleiberecht

Lu15

4-Häuser-Projekt

Schellingstraße 6

Tübinger Linke – TÜL

Gisela Kehrer-Bleicher, Kreisrätin der TÜL

Heike Hänsel, MdB „Die Linke“

Gudrun Dreher, Kreisvorstand „Die Linke“

Kreisverband „Die Linke“

Gemeinderatsfraktion „Die Linke“

http://https://aboututopia.org/2020/04/02/offener-brief-hotels-und-ferienwohnungen-fuer-beduerftige-oeffnen/

Bildquelle: https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Weil-ein-sicheres-Zuhause-ueberlebenswichtig-sein-kann-452678.html

Tübinger Appell für bezahlbaren Wohnungsbau

Ganz offenkundig reicht das, was in Deutschland für den Wohnungsbau getan wird, nicht.

Daher ist es jetzt Zeit zu handeln.

Wir brauchen eine Initiative, die gemeinschaftlich angelegtes und gemeinwohlorientiert verwaltetes Geld in einen neuen Mietwohnungsbau bringt.
Neuer Wohnungsbau heißt: Flexible Grundrisse, die künftigen Bedarfen angepasst werden können. Wohnungen, die bei Bedarf zusammengeschlossen oder geteilt werden können. Häuser, die gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen.
Wir brauchen eine Initiative, an der viele Menschen einfach mitmachen können. Auch solche, die sich keine Eigentumswohnung leisten können. Eine Initiative, die einen NACHHALTIGEN Effekt für den Wohnungsbau bringt.

Wir brauchen 5% für bezahlbares Wohnen!

Die Fakten: Die Bundesbank beziffert das Geldvermögen der Deutschen zum 31. März 2018 auf 2,3 Billionen Euro. 2.300 Milliarden – nur Bargeld und Einlagen. Also ohne Renten- und Lebensver-sicherungsansprüche und ohne Immobilien. 5% davon sind 115 Milliarden Euro.

Die Idee: Bei 3.000 Euro Baukosten für einen Quadratmeter Mietwohnung lassen sich mit 5% des deutschen Geldvermögens rund 500.000 Wohnungen bauen. Die Wohnungsfrage in Deutschland wäre weitgehend gelöst. Und das verwendete Geld wäre sinnvoll verwendet: Statt auf dem globalen Finanzmarkt herumzuvagabundieren, würde es direkt gesellschaftlich nutzbringend verwendet. Und es würde auch bei einer gemeinwohl-orientierten Vermietung (keine Wohnung kostet mehr als sich nach dem jeweiligen Mietspiegel ergibt), eine kleine Rendite bringen.

Wir sprechen damit alle diejenigen an, für die Geld nicht ausschließlich Mittel zur Mehrung ihres Wohlstands ist. Alle, die eine Vision von einer wirtschaftlich gerechteren und sinnerfüllteren Wirtschaftsordnung haben. Alle, die wenigstens 5% ihres Vermögens wirklich sinnvoll anlegen wollen.

An all diese Menschen ergeht der Aufruf:
Verwenden Sie 5% Ihres Geldvermögens für bezahlbaren Wohnraum.
Werden Sie Mitglied einer Genossenschaft! Geben Sie einem Projekt des Mietshäuser Syndikats einen Direktkredit! Werden Sie Teilhaber/in bei der nestbau AG! Und machen Sie dies bekannt!

In Tübingen haben wir schon mal angefangen: Acht Projekte des Mietshäuser Syndikats entziehen Wohnraum dauerhaft der Spekulation. Zwei Genossenschaften bauen bezahlbaren Wohnraum. Und die erste Bürger-Aktiengesellschaft für bezahlbaren Wohnraum errichtet innovative Gebäude. Noch ist das ein winziger Beitrag zur Lösung der Wohnungsfrage.

Aber gemeinsam bringen wir den Stein ins Rollen!

Beginenstiftung Tübingen
nestbau AG Tübingen
Vier-Häuser-Projekt Tübingen
Wohnprojekt Alte Sprudelfabrik Eyach
Wohnprojekt Bläsikelter Tübingen
Wohnprojekt Hegel 7 Tübingen
Wohnprojekt Kernhaus Tübingen
Wohnprojekt LU15 Tübingen
Wohnprojekt Phase3 Tübingen
Wohnprojekt Schellingstraße Tübingen

Medienberichte: Wir haben den Stein ins Rollen gebrachtRTF.1 Regionalfernsehen berichtet über den „Tübinger Appell“ für Wohnungsbau

 

Das ist unser Haus! Der Film über das Mietshäusersydikat ist (fast) fertig!

unserhausgretherTatsächlich ist es jetzt soweit: Unser Film über und für das Syndikat ist quasi fertig.
Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz.

Er kann auf der Webseite   www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden. Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben.

Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an termin [at] das-ist-unser-haus.de anmelden.

Ab Mitte Januar 2017 (nach einigen letzten Ton- u. Farbkorrekturen) werden wir den Film auch zum Download freigeben.

Es war nun ein wirklich langer Prozess diesen Film in dieser Form so zu machen. Durch die CC-Lizenz waren wir gezwungen das ganze Geld im Vorfeld zu beschaffen. Leider ist es uns nicht gelungen soviel Geld wie nötig gewesen wäre zu sammeln und somit haben wir eine Deckungslücke von 12.000 Euro.
Wir haben trotzdem beschlossen den Film zu drehen und sind nun pleite aber mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

Wir danken allen, die uns auf verschiedenste Art und Weise geholfen haben, diesen Film zu realisieren. Wir wünschen uns eine maximale Verbreitung und Euch eine gute Unterhaltung beim Schauen.

dasistunserhaus

Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle u. Holger Lauinger

Solidaritäts-Erklärung des 4-Häuser-Projekts zur Hausbesetzung der Wielandshöhe

Manchmal muss man halt auch einmal so etwas tun… Das haben wir uns auch gedacht, als die Landesbank Baden-Württemberg die 4 Häuser, die jetzt unser Wohnprojekt sind, im Jahr 2010 nicht an uns sondern an einen Immobilienhai verkaufen wollte. Wir haben uns organisiert, Öffentlichkeit hergestellt – und hätten die Häuser notfalls auch besetzt.

Angesichts von bewohnbarem Leerstand und gescheiterter Versuche, in der Wielandshöhe auf dem Österberg ein soziales Projekt auf dem Verhandlungsweg umzusetzen, verstehen wir daher die Besetzung recht gut und wünschen das Beste. Wohnraum ist keine Ware!

Infos zur besetzten Wielandshöhe: http://freelandshoehe.tumblr.com/

Video des SWRs zur Besetzung: Link

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