Eine fünftes Haus für das 4-Häuser-Projekt!

Seit dem Kauf unserer vier Häuser vor 10 Jahren gucken wir auf die Brachfläche gegenüber unserer Hechingerstraße 40. Heute haben wir erfahren, dass der Vergabeausschuß der Stadt im Konzeptvergabeverfahren unsere Bewerbung ausgewählt hat. Das heißt: Wir bauen ein fünftes Haus!!!!
An der Ecke Hechingerstraße/Ebertstraße werden wir einen Neubau mit kleineren Wohnungen und Café im Erdgeschoss umsetzen, ökologisch, zu bezahlbaren Mieten und dauerhaft dem Immobilienmarkt entzogen! Wir freuen uns riesig und gratulieren auch der Wohnprojektgruppe Phase 3, die am Hechinger Eck Nord ebenfalls den Zuschlag für einen Neubau unter dem Dach des Mietshäuser Syndikats erhalten hat!
Pressemitteilung der Stadt: https://www.tuebingen.de/1620.html#/32290

Offener Brief: Hotels und Mietwohnungen für Bedürftige öffnen

Offener Brief an die Stadt Tübingen, Tübinger Hotelbetreiber*innen und alle Menschen, die in irgendeiner Form leerstehenden Wohnraum besitzen

„Stay at home!“ Ein wichtiger Aufruf, welcher jedoch nicht für alle Menschen umsetzbar und auch mit unterschiedlichen Gefahren verbunden ist.

 

In Zeiten der Corona-Pandemie wird von Seiten der Regierungen dazu aufgefordert, dass alle Menschen zu Hause bleiben sollen. Dieser Appell ist vor dem Hintergrund der akuten und für manche Menschen lebensbedrohlichen Virus-Infektion nachvollziehbar und notwendig, um einen Anstieg der Infektionen einzudämmen und damit Leben zu schützen.

In unserer Gesellschaft sind Privilegien jedoch höchst unterschiedlich verteilt. Unter anderem muss dabei an unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Informationen, zu sicherem Wohnraum und zu sozialer und emotionaler Unterstützung genauso gedacht werden wie an das unterschiedlich verteilte Privileg finanzieller Unabhängigkeit bzw. Abhängigkeit. Darüber hinaus hat nicht jeder Mensch überhaupt die Möglichkeit, etwas „ein Zuhause“ nennen zu können. Deshalb kann die Aufforderung „Stay at home“ oder „Bleiben Sie Zuhause“ unmöglich für sich alleine stehen bleiben. Sie reflektiert die bestehenden ungerechten und menschenverachtenden gesellschaftlichen Umstände nicht.

Umstände, in denen obdachlose Menschen nicht „zu Hause“ bleiben können, um andere zu schützen und im Umkehrschluss auch von anderen beschützt zu werden, da sie keinen sicheren Wohn- und Rückzugsraum haben.

Umstände, in denen Frauen* und Kinder patriarchaler Gewalt ausgesetzt sind. Diese wird nun durch die Isolation im (scheinbar) privaten Raum noch einmal verstärkt und noch unsichtbarer, als es bereits eh schon der Fall war.

Umstände die es billigen, dass flüchtende Menschen in Sammelunterkünften eingesperrt sind, in denen es gar nicht möglich ist, den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten, um sich selbst und andere zu schützen.

Anhand dieser Beispiele soll deutlich werden, wie prekär die Situation für manche Menschen innerhalb unserer Gesellschaft ist und wie drastisch diese durch die aktuelle Pandemie nochmals verstärkt wird. Wir sind uns bewusst, dass nicht nur die oben genannten Personengruppen, sondern viele weitere Personen, die nicht den gleichen Zugang zu den bereits angesprochenen Privilegien haben, von dieser Pandemie in besonderer Art betroffen sind. Diese Umstände sind für die betroffenen Personen real und unerträglich.

Viel wird diese Tage über Solidarität gesprochen. Für unser Verständnis von Solidarität gehört dazu, diese Umstände zu reflektieren, sie als menschenverachtend und ausgrenzend anzuerkennen und Lösungen zu erdenken, die den betroffenen Personen unmittelbar helfen.

Wir fordern deshalb die Stadt Tübingen und die Betreiber*innen von Hotels, airbnb-Wohnungen oder anderen Unterkünften mit freien Betten dazu auf, ihre nun leerstehenden Räume für Menschen zur Verfügung zu stellen, die innerhalb dieser Zeiten unseres besonderen Schutzes bedürfen.

In anderen Städten Europas ist dies bereits geschehen!

Wir fordern darüber hinaus die Einrichtung einer Kontaktstelle seitens der Stadt Tübingen, die betroffene und schutzsuchende Personen an die jeweiligen Unterkünfte vermittelt und ihren Schutz u.a. durch entsprechende professionelle Unterstützung sicherstellt.

Lasst uns Solidarität ernst nehmen und nicht zu einer unbedeutenden Phrase werden!

Unterzeichner*innen:

about:utopia

Wohnraumbündnis Tübingen

Interventionistische Linke [IL*] Tübingen

Epplehaus

Frauen*gruppe Zumutung

Ernst-Bloch-Universität Tübingen (Hochschulgruppe)

Ende Gelände Tübingen

Initiative Neustart Tübingen

Fridays for Future Tübingen

Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region

adis e.V. – Antidiskriminierung · Empowerment · Praxisentwicklung

Tübinger Arbeitslosentreff (TAT e.V.)

Awareness-Team

Kupolis e.V.

Bündnis Bleiberecht

Lu15

4-Häuser-Projekt

Schellingstraße 6

Tübinger Linke – TÜL

Gisela Kehrer-Bleicher, Kreisrätin der TÜL

Heike Hänsel, MdB „Die Linke“

Gudrun Dreher, Kreisvorstand „Die Linke“

Kreisverband „Die Linke“

Gemeinderatsfraktion „Die Linke“

http://https://aboututopia.org/2020/04/02/offener-brief-hotels-und-ferienwohnungen-fuer-beduerftige-oeffnen/

Bildquelle: https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Weil-ein-sicheres-Zuhause-ueberlebenswichtig-sein-kann-452678.html

Tübinger Appell für bezahlbaren Wohnungsbau

Ganz offenkundig reicht das, was in Deutschland für den Wohnungsbau getan wird, nicht.

Daher ist es jetzt Zeit zu handeln.

Wir brauchen eine Initiative, die gemeinschaftlich angelegtes und gemeinwohlorientiert verwaltetes Geld in einen neuen Mietwohnungsbau bringt.
Neuer Wohnungsbau heißt: Flexible Grundrisse, die künftigen Bedarfen angepasst werden können. Wohnungen, die bei Bedarf zusammengeschlossen oder geteilt werden können. Häuser, die gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen.
Wir brauchen eine Initiative, an der viele Menschen einfach mitmachen können. Auch solche, die sich keine Eigentumswohnung leisten können. Eine Initiative, die einen NACHHALTIGEN Effekt für den Wohnungsbau bringt.

Wir brauchen 5% für bezahlbares Wohnen!

Die Fakten: Die Bundesbank beziffert das Geldvermögen der Deutschen zum 31. März 2018 auf 2,3 Billionen Euro. 2.300 Milliarden – nur Bargeld und Einlagen. Also ohne Renten- und Lebensver-sicherungsansprüche und ohne Immobilien. 5% davon sind 115 Milliarden Euro.

Die Idee: Bei 3.000 Euro Baukosten für einen Quadratmeter Mietwohnung lassen sich mit 5% des deutschen Geldvermögens rund 500.000 Wohnungen bauen. Die Wohnungsfrage in Deutschland wäre weitgehend gelöst. Und das verwendete Geld wäre sinnvoll verwendet: Statt auf dem globalen Finanzmarkt herumzuvagabundieren, würde es direkt gesellschaftlich nutzbringend verwendet. Und es würde auch bei einer gemeinwohl-orientierten Vermietung (keine Wohnung kostet mehr als sich nach dem jeweiligen Mietspiegel ergibt), eine kleine Rendite bringen.

Wir sprechen damit alle diejenigen an, für die Geld nicht ausschließlich Mittel zur Mehrung ihres Wohlstands ist. Alle, die eine Vision von einer wirtschaftlich gerechteren und sinnerfüllteren Wirtschaftsordnung haben. Alle, die wenigstens 5% ihres Vermögens wirklich sinnvoll anlegen wollen.

An all diese Menschen ergeht der Aufruf:
Verwenden Sie 5% Ihres Geldvermögens für bezahlbaren Wohnraum.
Werden Sie Mitglied einer Genossenschaft! Geben Sie einem Projekt des Mietshäuser Syndikats einen Direktkredit! Werden Sie Teilhaber/in bei der nestbau AG! Und machen Sie dies bekannt!

In Tübingen haben wir schon mal angefangen: Acht Projekte des Mietshäuser Syndikats entziehen Wohnraum dauerhaft der Spekulation. Zwei Genossenschaften bauen bezahlbaren Wohnraum. Und die erste Bürger-Aktiengesellschaft für bezahlbaren Wohnraum errichtet innovative Gebäude. Noch ist das ein winziger Beitrag zur Lösung der Wohnungsfrage.

Aber gemeinsam bringen wir den Stein ins Rollen!

Beginenstiftung Tübingen
nestbau AG Tübingen
Vier-Häuser-Projekt Tübingen
Wohnprojekt Alte Sprudelfabrik Eyach
Wohnprojekt Bläsikelter Tübingen
Wohnprojekt Hegel 7 Tübingen
Wohnprojekt Kernhaus Tübingen
Wohnprojekt LU15 Tübingen
Wohnprojekt Phase3 Tübingen
Wohnprojekt Schellingstraße Tübingen

Medienberichte: Wir haben den Stein ins Rollen gebrachtRTF.1 Regionalfernsehen berichtet über den „Tübinger Appell“ für Wohnungsbau

 

Das ist unser Haus! Der Film über das Mietshäusersydikat ist (fast) fertig!

unserhausgretherTatsächlich ist es jetzt soweit: Unser Film über und für das Syndikat ist quasi fertig.
Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz.

Er kann auf der Webseite   www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden. Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben.

Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an termin [at] das-ist-unser-haus.de anmelden.

Ab Mitte Januar 2017 (nach einigen letzten Ton- u. Farbkorrekturen) werden wir den Film auch zum Download freigeben.

Es war nun ein wirklich langer Prozess diesen Film in dieser Form so zu machen. Durch die CC-Lizenz waren wir gezwungen das ganze Geld im Vorfeld zu beschaffen. Leider ist es uns nicht gelungen soviel Geld wie nötig gewesen wäre zu sammeln und somit haben wir eine Deckungslücke von 12.000 Euro.
Wir haben trotzdem beschlossen den Film zu drehen und sind nun pleite aber mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

Wir danken allen, die uns auf verschiedenste Art und Weise geholfen haben, diesen Film zu realisieren. Wir wünschen uns eine maximale Verbreitung und Euch eine gute Unterhaltung beim Schauen.

dasistunserhaus

Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle u. Holger Lauinger

MitKultur-AK des 4 Häuser Projekts

enda5vorderseiteZiel des Wohnprojektes Vier-Häuser in Tübingen ist es sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen. Uns alle verbindet der Wunsch nach selbst bestimmtem, gemeinschaftlichem und solidarischem Leben.

Im Hinblick auf die aktuelle Situation vieler geflüchteter Menschen in Tübingen haben wir uns entschieden einen Beitrag zu leisten und einen Solidaritätsfonds gegründet.

Kontoinformationen:

KontoInh. Mi(e)tkultur e.V.

Stichwort: Solifond MITkultur

IBAN DE 91 6415 0020 0002 906274

BIC SOLADES1TUB

 

Für weitere Informationen: https://https://vier-haeuser-projekt.de/mitkultur-ak/

 

Das Leben der Anderen. Tübinger Polizei möchte heimlich das Wohnprojekt Schellingstraße videoüberwachen.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie erfahren würden, dass Ihr Haus ohne Ihr Wissen mit einer Kamera überwacht werden sollte? Jedes Kommen undvideoÜberwachung
Gehen gefilmt und erfasst werden sollte? An was würde es Sie erinnern, wenn staatliche Behörden versuchen, Ihre NachbarInnen zu überreden, Überwachungstechnik gegen Sie einzusetzen und Sie zu bespitzeln?

Wahrscheinlich hätten Sie die gleichen Assoziationen wie wir: Man denkt an die STASI, man denkt an den Film „Das Leben der Anderen“,
man denkt an die Überwachungsskandale rund um die Geheimdienste NSA, Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst.

Das Leben der Anderen, das wirkt weit weg, wie aus einer längst vergangenen Zeit. Wir haben den Film nicht neulich im Kino gesehen – uns ist das wirklich passiert! In der Schellingstraße 6!

Wie wir Mitte Juli erfahren haben, versuchte die Polizei kurz zuvor, NachbarInnen zu überreden, eine Kamera auf deren privatem Grundstück anbringen zu dürfen. Im Fokus der Kamera sollte der Eingangsbereich des Wohnprojekts Schellingstraße 6 sein.

Das hätte bedeutet, dass alle 110 BewohnerInnen, die das Haus verlassen oder heimkommen, mit einer Kamera erfasst worden wären – einige der BewohnerInnen wären vielleicht sogar permanent durch die Fenster ihrer Zimmer gefilmt worden. Alle FreundInnen, Familienangehörigen und Gäste wären beim Kommen und Gehen aufgenommen worden. Alle BesucherInnen der zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen sowie des Infoladens und des Umsonstladens, die sich im Untergeschoss befinden. Alle Angestellten der Firmen, die im Wohnprojekt Schellingstraße ihre
Büros haben und die BesucherInnen dieser Büros. Und alle, die als NachbarInnen oder zufällige PassantInnen am Eingang der Schellingstraße 6 vorbeigehen und mit dem Fahrrad vorbeifahren.
Und und und…

Wir freuen uns, dass sich die NachbarInnen auch gedacht haben, dass eine so umfangreiche Überwachung und Erfassung unzähliger Menschen in keinem Verhältnis zu möglichen Überwachungszielen stehen kann.

Zudem ist es eine riesige Unverschämtheit, Menschen dazu zu überreden ihre NachbarInnen auszuspionieren und zu bespitzeln.

Wir haben den Eindruck, dass die Überwachungsleidenschaft staatlicher Stellen mal wieder ausgerechnet an einem Ort geweckt wird, wo sich Menschen in alternativen Wohn- und Lebensformen befinden und sich kritisch mit der Welt beschäftigen!

Leider ist es nicht das erste Mal, dass das Wohnprojekt überwacht und bespitzelt wird: Bereits in den 90er Jahren wurde die Überwachung mittels einer Kamera von einem Nachbargebäude der Schellingstraße aus bekannt. Die Kamera wurde daraufhin von den zuständigen Behörden entfernt.

Gleichgültig, was der unmittelbare Anlass und die Rechtfertigung der jetzigen Überwachung ist, das offensichtliche Ergebnis wäre die unrechtmäßige Erfassung von unzähligen Personen!

Das wollen wir so nicht hinnehmen und hiermit öffentlich machen!

2.8.2016, unterzeichnende Gruppen:
– die BewohnerInnen des Wohnprojekts Schellingstraße 6 mit der
Wohnprojekt Schellingstraße 6 gemeinnützige GmbH (Kontakt über
buero@schellingstrasse.de)
– Förderverein Kulturdenkmal Schellingstraße 6
– die BewohnerInnen des 4-Häuser-Projekts mit der Wohnprojekt
Vier-Häuser GmbH (Kontakt über: buero@vier-haeuser-projekt.de)
– Infoladengruppe (Kontakt über infoladen@schellingstrasse.de)

Siehe auch:

Schwäbisches Tagblatt

Reutlinger Generalanzeiger

Klima vor der Linse. März bis Mai 2016. Klimabande Tübingen.

Klimapolitische Filmreihe
im Café des 4-Häuser-Projekts, Hechinger Str. 46, Tübingen
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Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris wurde beschlossen, die
globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Was fehlt ist ein
Verständnis der sozialen Dimension des Klimawandels und verbindliche
Maßnahmen.
Grund genug für die Klimabande Tübingen sich des Themas anzunehmen. Die
Filme beleuchten den Klimawandel und damit verbundene
Auseinandersetzungen aus unterschiedlichen Perspektiven, zeigen
Alternativen auf und stellen die Frage: Was heißt Klimagerechtigkeit und
wie kann sie erkämpft werden?
Die Filmreihe endet mit dem Beginn der globalen Aktionswoche „Break free
from fossil fuels“, die vom 07.-15.05. stattfinden wird. Daran
anknüpfend wird in der Lausitz vom 13.-16.05. im Rahmen der ENDE
GELÄNDE-Aktion der Braunkohleabbau aufgehalten.

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Sonntag, 06.März , 20:30 Uhr:

auf_der_kippeFilm „Auf der Kippe“ über Kohleabbau und Vertreibung in der Lausitz,
https://www.aufderkippe-film.de/

und Gespräch/Infos zur Aktion „ENDE GELÄNDE – Kohlebagger Stoppen, Klima
schützen“ an Pfingsten 2016 , https://www.ende-gelaende.org/de/

 

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La-Buena-Vida-Das-gute-LebenSonntag, 20.März, 20:30 Uhr:

Film „La buena vida“, http://www.dasguteleben-film.de/trailer/

 

 

 

 

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RalitySonntag, 03.April, 20:30 Uhr:

Film „Reality or non-reality“,
http://www.ravir.de/projekte/reality-or-non-reality/

 

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die4RevolutionSonntag, 17.April, 20:30 Uhr:

Film „Die 4. Revolution „, https://www.youtube.com/watch?v=U8MwYX5cgtQ

 

 

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TheageofstupidSonntag, 08.Mai, 20:30 Uhr:

Film „The age of stupid“, https://www.youtube.com/watch?v=DZjsJdokC0s

MHS bei Bundestagsanhörung zum Kleinanlegerschutz

Das Mietshäuser Syndikat war heute im Bundestag bei einer Anhörung des Finanzausschusses zum geplanten Kleinanlegerschutzgesetz vertreten. Dabei forderten wir erneut, bei den Ausnahmen von dem Gesetz für soziale und gemeinwohlorientierte Projekte nachzubessern. Die taz berichtet hier.

Ein Video von der Anhörung gibt es ebenfalls.

Unsere Postkartenaktion kommt darin groß raus.

Gesetzentwurf zum Verbraucherschutz gefährdet Finanzierung sozialer Unternehmen

Die alternative Wirtschaftsszene schlägt Alarm. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein
Kleinanlegerschutzgesetz gefährdet Finanzierungsmodelle, die sich seit Jahrzehnten bewährt haben.
Bestehende soziale Unternehmen werden mit wirtschaftlich nicht tragbaren Kosten belastet, neue
Initiativen abgewürgt. Betroffen sind zum Beispiel viele Wohnprojekte mit sozialverträglichen Mieten,
Kollektivbetriebe, Kitas und Dorfläden, „Bürgerenergie“-Projekte, aber auch kleinere Genossenschaften.
Sie alle müssten innerhalb von weniger als einem Jahr ihre Finanzierung umstellen — eine Aufgabe, die
kaum zu bewältigen ist.
Soziale Initiativen in unternehmerischer Form haben oft wenig Eigenkapital zur Verfügung und sind
deshalb auf niedrig verzinste Kredite von engagierten Geldgebern aus der Region angewiesen. Diese
Direktdarlehen will die Bundesregierung nun deutlich stärker regulieren. Auf Klein- und
Kleinstunternehmen kommen damit Bürokratiekosten zu, die sich oft in Höhe des Jahresumsatzes
bewegen. Allein im Mietshäuser Syndikat — einem bundesweiten Zusammenschluss von
selbstverwalteten Wohnprojekten — sind fast 90 soziale Unternehmen betroffen.

Mehr auf www.syndikat.org/wirsindnichtprokon.

 

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