Mehr Wohnraum auf dem Dach? Unsere Aufstockungsidee wird vom Land gefördert
Unsere vier Altbauten wurden 1952 als französische Offizierswohnungen gebaut und sind baugleich. Wir wollen prüfen, ob sich auf die Gebäude ein zusätzliches Geschoss in leichter Holzbauweise aufsetzen lässt. Das könnte bis zu 200 m² neuen Wohnraum pro Haus schaffen, ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln.
Ganz einfach ist das nicht: Statische Originalunterlagen gibt es nicht mehr, Tübingen liegt in Erdbebenzone 3, und gebaut werden soll, während wir weiter hier wohnen. Deshalb erarbeiten wir in der Studie verschiedene Lösungsvarianten und vergleichen sie miteinander. Wie lassen sich die Lasten am besten in den Bestand ableiten? Welche Holzbaukonstruktion ist leicht genug und zugleich wirtschaftlich? Wie viel Haustechnik braucht es wirklich? Welche Grundrisse mit flexiblen „Jokerzimmern“ und Gemeinschaftsflächen passen zu uns? Im Sinne des Gebäudetyps E prüfen wir außerdem, wo wir von teuren Normen abweichen können, etwa beim Schallschutz, ohne Abstriche bei Sicherheit und Dauerhaftigkeit. Am Ende soll klar sein, welche Variante technisch machbar, genehmigungsfähig und bezahlbar ist.
Die Varianten entwickeln wir mit dem Team, das schon unseren Neubau in der H35 möglich gemacht hat: plus bauplanung (Olaf Hübner), tragwerkeplus aus Reutlingen und regionale Betriebe wie Holzbau Layh.
Als Nächstes führt das Land Gespräche mit den ausgewählten Projekten und legt die genaue Förderhöhe fest. Wir halten Euch auf dem Laufenden!